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Begründung des Glases

Die Natur des Glas, Glasrohstoffe, Herstellung und Verarbeitung der Glassmasse

 

Die Natur des Glases
Glas ist eine feste Lösung der Metalloxide im Siliziumoxid. Dank der hohen Viskosität der Glasmasse kommt es beim Erkalten zu keiner Bewegung der Moleküle und dadurch auch zu keiner Kristallisierung der Kieselverbindungen. Somit entsteht Klarglas. Seine Eigenschaften - Schmelzbarkeit, Wärmedehnbarkeit, mechanische und chemische Beständigkeit, Härte, Glanz, Lichtdurchlässigkeit und Refraktion – sind von der chemischen Zusammensetzung abhängig. Durch passende Kombinierung der Rohstoffe erzielen wir die erwünschten Glaseigenschaften.

  

Glasrohstoffe
Nach der Funktion bei der Glasbildung und den Glaseigenschaften unterscheiden wir folgende Basisrohstoffe: sauere Rohstoffe, die für die Verglasung wichtig sind, alkalische Rohstoffe, d.h. Schmelzmittel und Stabilisatoren, und Mehrstoffmaterialien wie Splitter und Erdstoffe, welche die Glasmasseneigenschaften verbessern und den Schmelzprozess erleichtern.

 

 Herstellung und Verarbeitung der Glasmasse

Eine Mischung bearbeiteter und aufgewogener Rohstoffe (sog. Glassatz) wird in den Gasofen gefördert, wo sie bei der Temperatur von bis zu 1500°C auf dünne Glasmasse geschmolzen wird. Diese wird ferner abgeklärt. Zur Herstellung kleinerer Glasmengen werden Hafenöfen benutzt. Unter einem feuerfesten Gewölbe stehen mehrere Schamottepfannen, in deren Umgebung Gas verbrannt wird. Die Glasmasse wird zur weiteren handwerklichen Verarbeitung mit der Glasmacherpfeife abgenommen.


Klare Glasmasse lässt sich auf die Arbeitstemperatur von etwa 1200°C abkühlen. Von der heißen viskosen Glasmasse können nun Produkte geblasen, gegossen, gewalzt, gepresst oder gezogen werden, und zwar in der Form von Tabellen, Rohren und Fasern. Nach der Produktform unterscheidet man zwischen Hohlglas (geblasen), Tafelglas und Spezialglas (z.B. mit Brenner geformte Glasfigürchen, gepresste Glasperlen).


Hohlglas (Flaschen, Gläser, Getränkeglas, Glühbirnen) wird durch manuelles oder maschinelles Blasen geformt. Beim manuellen Blasen nimmt der Glasmacher auf die Glasmacherpfeife (Eisenrohr mit Mundstück) die schmelzflüssige Glasmasse und durch leichtes Einblasen schafft er eine kleine Kölbchen. Auf diese nimmt er je nach der erwünschten Größe des Produkts weitere Glasmasse zu. Bei dauerndem Drehen der Glasmacherpfeife schafft er so ein Halberzeugnis, welches seine Endform nach dem Ausblasen in eine (nasse) Holzform bekommt. Nach dem Abtrennen von der Bläserpfeife wird das Produkt in den Abkühlofen gefördert, wo es mehrere Stunden erkaltet, wodurch im Glas das die Innenspannung ausgeglichen wird. 

 

 

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